Mittwoch, 20. Februar 2019

Telekommunikation Keine Fusion von E-Plus mit O2

E-Plus / Zentrale; PR-Bild; honorarfrei;

Die Börse lässt es nicht zu, und die Regulierer hätten sie wohl auch nicht ungestutzt zusammengehen lassen: Die niederländische Telefongesellschaft KPN wird seine Tochter E-Plus nicht mit der Telefónica-Tochter O2 zusammenlegen.

Den Haag - Die niederländische Telefongesellschaft KPN und der spanische Telekomkonzern Telefónica werden ihre deutschen Töchter E-Plus und O2 vorerst nicht zusammenlegen. Wie die niederländische E-Plus-Mutter KPN am Mittwochabend mitteilte, wurden die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss von Mobilfunkanbietern in Deutschland ohne Einigung beendet.

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten einer Vereinbarung im Weg gestanden, erklärte KPN Börsen-Chart zeigen, ohne die Telefónica-Tochter O2 namentlich zu nennen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg von Anfang Juni hatten die Niederländer und Telefónica eine Zusammenlegung ihrer deutschen Töchter erwogen. Marktexperten hatten das allerdings bereits für wenig aussichtsreich betrachtet.

Sowohl KPN als auch Telefónica Börsen-Chart zeigen stehen unter Druck: Den Niederländern sitzt ein neuer Großaktionär im Nacken, der mexikanische Konzern América Móvil mit einem Übernahmeangebot. Die Spanier drücken ein riesiger Schuldenberg und die Krise im eigenen Land. KPN hatte deshalb Anfang Juni angekündigt, strategische Optionen für E-Plus zu prüfen.

Nach eingehender Untersuchung zeigte sich das Management nun vom Wert seines Deutschland-Geschäfts überzeugt. Die Offerte von América Móvil lehnt KPN weiterhin ab. Das Unternehmen sei deutlich mehr wert als die 8 Euro je Aktie, die die Mexikaner geboten hätten.

kst/dpa

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