Dienstag, 17. Juli 2018

Nokia Siemens Networks Niemand will Nokias Netzwerktochter

NSN-Zentrale in der Nähe von Helsinki: Seit knapp einem Jahr suchen Nokia und Siemens nach einem Käufer

Die Suche nach einem Käufer für den verlustreichen Netzwerkausrüster NSN gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nokia und Siemens finden offenbar keinen Käufer und erwägen nun eine Sanierung in Eigenregie.

New York/Berlin - Um Nokia Siemens Networks gebe es zwar noch Gespräche mit Finanzinvestoren wie Gores Group und Platinum Equity, es sei aber wenig wahrscheinlich, dass sie zu einem Ergebnis führen werden, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Der finnische Handykonzern Nokia Börsen-Chart zeigen und der deutsche Elektrokonzern Siemens Börsen-Chart zeigen prüften nun verstärkt, wie sie den Netzwerkausrüster selbst wieder auf Kurs bringen können. Dafür könnten sie auch frisches Geld in die Firma pumpen, hieß es.

Nokia Siemens Networks (NSN) macht unter anderem der harte Wettbewerb mit Rivalen wie LM Ericsson und neuen chinesischen Herausforderern zu schaffen. Das Unternehmen schreibt hohe Verluste, schon seit Monaten wird nach einem Käufer gesucht. Die Finanzinvestoren TPG Börsen-Chart zeigen und KKR Börsen-Chart zeigen sollen zwischenzeitlich als Interessenten abgesprungen sein.

Nokia und Siemens hatten in NSN ihre Netzwerksparten eingebracht und halten je die Hälfte. Der Nokia-Konzern nimmt die Ergebnisse aber in seine Bilanz auf. Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte eine der möglichen Lösungen für NSN sein, dass Siemens die Kontrolle bei dem Netzwerkausrüster übernimmt.

mg/dpa-afx

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