Montag, 18. Februar 2019

iPad Apples märchenhafte Margen

Der Tablet-Computer iPad dürfte für Apple ein äußerst lohnendes Geschäft werden. Die Einzelteile kosten im Einkauf gerade mal die Hälfte dessen, was der Kunde später für das Gerät berappen muss - eine für die Branche extrem hohe Marge. Auch Infineon darf ein bisschen mitverdienen.

New York - Selbst nach Abzug aller anderen Kosten - etwa für die Software-Entwicklung, den Vertrieb oder die Werbung - bleibt eine erkleckliche Summe für Apple Börsen-Chart zeigen übrig. Im Weihnachtsquartal hatte Apple mit dem Verkauf des iPhone einen Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Dollar eingefahren - anderthalbmal so viel wie im Jahr zuvor.

Die Aktie von Apple Börsen-Chart zeigen hat zum Verkaufsstart des iPad erneut ein Rekordhoch getestet. Das Papier des Computerbauers hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt.

Der Marktforscher iSuppli hat nun das iPad aufgeschraubt und herausgefunden, dass die Komponenten der Einstiegsvariante mit 259,60 Dollar zu Buche schlagen. Im Laden in den USA kostet das iPad mit 16 Gigabyte Speicher und kabellosem Internet 499 Dollar plus Steuern.

Apple-Chef Jobs mit iPad: Das neue Gerät hat in der Tat etwas Magisches - vor allem für Apple selbst
Beim 699 Dollar teuren Spitzenmodell mit 64 Gigabyte Speicher und zusätzlicher Mobilfunk-Anbindung summieren sich die Einzelteile auf 348,10 Dollar.

Das teuerste Teil ist der berührungsempfindliche Bildschirm, der nach der iSuppli-Kalkulation 95,00 Dollar kostet. Der selbst entwickelte Prozessor liegt bei 26,80 Dollar, das Aluminium-Gehäuse bei 10,50 Dollar.

Apple habe mehr Chips verbaut als vermutet, sagte iSuppli-Analyst Andrew Rassweiler am Mittwoch der Finanz- Nachrichtenagentur Bloomberg. Alleine drei Chips seien dafür da, die Fingerbewegungen auf dem Bildschirm zu erfassen. Apple wollte sich nicht zu den Entdeckungen äußern.

Funkchips von Infineon im iPad

Zu den iPad-Zulieferern gehört auch Halbleiterkonzern Infineon Börsen-Chart zeigen. Die iPad-Variante, die über einen Internetzugang über Mobilfunk verfügt, ist mit einem Funkchip sowie einem Breitband-Halbleiter des Münchener Unternehmens ausgerüstet, wie aus im Internet veröffentlichten Bildern des Innenlebens des Computers hervorgeht.

Infineon wollte das am Mittwoch nicht kommentieren. Apple macht in der Regel ein großes Geheimnis um die Gerätekomponenten und verdonnert auch seine Zulieferer vertraglich zum Schweigen.

Mit jedem verkauften iPad dürften damit Experten zufolge rund zehn Dollar in die Kassen des Münchener Konzerns fließen, der Apple bereits Chips für das Handy iPhone liefert. Neben Infineon zählen den Fotos der Gerätezerleger zufolge auch Intel Börsen-Chart zeigen , Samsung Börsen-Chart zeigen , Toshiba Börsen-Chart zeigen und Broadcom Börsen-Chart zeigen zu den Lieferanten.

300.000 Geräte am ersten Tag verkauft

Der Verkauf des iPad war am Samstag gestartet. Allein am ersten Tag gingen mehr als 300.000 Stück über die Theke. Vor den Läden bildeten sich lange Schlangen.

Mit dem iPad versucht Apple einen Markt zu beleben, der seit Jahren brach liegt. Bislang waren die schlanken Tablet-Computer mit ihren Touchscreens den Kunden zu teuer, zu kompliziert und schienen kaum Vorteile gegenüber klassischen Notebooks zu haben.

Apple rechnet sich Erfolge aus, weil viele Zusatzprogramme - sogenannte Apps - vom iPhone übernommen werden können. Medienhäuser liefern zudem extra elektronische Bücher, Videos oder Nachrichtenseiten zu. Die Deutschen müssen auf Apples neuestes Produkt noch bis zum Monatsende warten. Euro-Preise stehen noch nicht fest.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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