Sonntag, 20. Januar 2019

News Corp. Mit "Avatar" in die schwarzen Zahlen

Der Kinofilm "Avatar" hat dem Medienkonzern News Corp. zu einem überraschend kräftigen Quartalsgewinn verholfen. Auch in den kommenden Monaten soll der Kassenschlager dem Medienreich von Rupert Murdoch zu einem Geldsegen verhelfen.

New York - Neben dem Erfolg des Films "Avatar" habe auch eine Erholung im Werbegeschäft dazu beigetragen, dass die Markterwartungen übertroffen worden seien, teilte das Unternehmen des Medienmoguls Rupert Murdoch am Dienstagabend mit, der auch Großaktionär beim kriselnden deutschen Bezahlfernsehsender Sky ist.

Kassenschlager: "Avatar" ist der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten
20th Century Fox
Kassenschlager: "Avatar" ist der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten
Der Nettogewinn von News Corp. Börsen-Chart zeigen für das zweite Geschäftsquartal belief sich auf 254 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern wegen Abschreibungen auf den gekauften US-Verlag und "Wall Street Journal"-Herausgeber Dow Jones noch einen Verlust von 6,4 Milliarden Dollar verbucht.

Auch in den kommenden Monaten stellt sich News Corp. auf einen Geldsegen durch "Avatar" ein. "Wir werden die DVD so schnell wie möglich herausbringen", sagte Konzernchef Rupert Murdoch. Bis zur Jahresmitte wird nach seinen Worten der Großteil der Einnahmen fließen. An den Kinokassen hat der Science-Fiction-Film bereits "Titanic" als kommerziell erfolgreichsten Streifen abgelöst und ist nun ist für neun Oscars nominiert.

Die Einnahmen des Medienkonzerns stiegen im Quartal um 10 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar und übertrafen damit ebenfalls die Prognosen von Analysten. "Wir sind aus der Krise als überlegener Inhalteanbieter hervorgegangen", sagte Murdoch.

In den Quartalsgewinn eingerechnet ist eine 500-Millionen-Zahlung, die News Corp. nach einem Rechtsstreit an das Medien- und Marketingunternehmen Valassis Communications entrichten musste. Der operative Gewinn der Hollywood-Geschäfte von News Corp. verdreifachte sich dank "Avatar" auf 324 Millionen Dollar. Die Ticketeinnahmen für den Film beliefen sich weltweit auf mehr als zwei Milliarden Dollar.

Das Wachstum werde in den kommenden Monaten anhalten, sagte Murdoch. Die Anleger freuten sich über soviel Zuversicht: Die Aktie stieg nachbörslich um knapp 3 Prozent. Damit hat sie sich binnen eines Jahres vom Wert her verdoppelt.

manager magazin mit Material von reuters und dpa

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