Samstag, 21. Juli 2018

Neue Suchmaschine Wolfram Alpha im Netz

Mit einer neuartigen Suchmaschine sollen Internet-Surfer künftig direkter Informationen aus dem Netz ziehen können. Am Wochenende ging in den USA die nach ihrem Erfinder Stephen Wolfram benannte Suchmaschine Wolfram Alpha ans Netz.

Washington/München - Im Gegensatz zu Google Börsen-Chart zeigen oder Yahoo Börsen-Chart zeigen gibt das neue System bei einer Suchanfrage keine Linkliste aus, sondern produziert direkt Antworten. Der Begriff "Suchmaschine" sei für Wolfram Alpha eigentlich nicht ganz zutreffend, es sei eher eine "Maschine des computerisierten Wissens", sagte der 49-jährige Wolfram. "Wir versuchen, so viel Weltwissen wie möglich zu sammeln und es mit dem Computer aufzuarbeiten."

Suchmaschine WolframAlpha: Will Antworten geben
Als Konkurrenten zu Google sehen sich die Macher von Wolfram Alpha nach eigenen Angaben nicht. "Wir wollten nie ein Google-Killer sein", sagte der Brite Jon McLoone, einer der Entwickler, dem Magazin "Focus". Stärke des Systems seien Fakten, sagte der Mathematiker.

Durch Zugriff auf aktuelle und historische Daten von knapp 18.000 Wetterstationen könnten auch Fragen wie etwa nach der Temperatur auf Mallorca sofort beantwortet werden. Qualifizierte Experten sammeln nach seinen Angaben gewissermaßen in Handarbeit Daten, interpretierten sie und machten sie automatisch bearbeitbar. Die Ergebnisse seien in den meisten Fällen überprüfbar, da Wolfram Alpha immer die Quellen nenne.

Google arbeitet nach Angaben von Branchenkennern in seinen Labors bereits an einem ähnlichen Projekt: In dem Vorhaben unter dem Titel "Google Squared" will das kalifornische Unternehmen im Netz gesammelte Informationen dem Surfer künftig in Datenblättern und Tabellen übersichtlich aufbereitet präsentieren. Wolfram Alpha greift auf bereits bestehende Datenbanken zu, die andere im Netz zur Verfügung stellen. Google beherrscht in den USA mehr als zwei Drittel des Marktes für Suchmaschinen, gefolgt von Yahoo (20 Prozent) und Microsoft Börsen-Chart zeigen (zehn Prozent).

manager-magazin.de mit Material von afp

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