Mittwoch, 21. November 2018

Insiderhandel Geldstrafe für Ex-Freenet-Chef

Der ehemalige Freenet-Chef Eckhard Spoerr und sein Finanzchef Axel Krieger sind wegen Insiderhandels zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Manager 2004 unter Ausnutzung von Insiderwissen einen Bruttogewinn von jeweils rund 1,2 Millionen Euro gemacht haben.

Hamburg - Der ehemalige Freenet-Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr und Finanzvorstand Axel Krieger sind am Freitag wegen Insiderhandels zu Geldstrafen verurteilt worden. Dies entschied die Wirtschaftsstrafkammer des Hamburger Landgerichts.

Geldstrafe ja, Freiheitsstrafe nein: Spoerr und Krieger (hinten) hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen
Spoerr wurde zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro und Krieger zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro verurteilt. Außerdem müssen beide Angeklagte den Nettoerlös aus der Transaktion von jeweils rund 700.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten kurz vor dem dramatischen Einbruch des Börsenkurses im Sommer 2004 unter Ausnutzung von Insiderwissen Freenet-Aktien Börsen-Chart zeigen verkauft und damit einen Bruttogewinn von jeweils rund 1,2 Millionen Euro gemacht haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Angeklagte jeweils ein Jahr Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe gefordert. Beide Angeklagte hatten den Vorwurf des Insiderhandels stets zurückgewiesen.

Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert und kündigte noch am Freitag Revision an.

manager-magazin.de mit Material von ap

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