Dienstag, 19. März 2019

DVD Was Festplattenrekorder können

DVD-Festplattenrekorder sind in vielerlei Hinsicht nützlich: Zeitversetztes Fernsehen ist kein Problem mehr, sie bieten viel Speicherplatz, und Filme können nicht nur aufgenommen, sondern auch gleich bearbeitet werden. Manche Geräte bieten aber auch Funktionen, die in der Regel überflüssig sind.

Berlin - DVD-Festplattenrekorder sind die Nachfolger von VHS-Rekordern und bieten dem Nutzer dementsprechend mehr Funktionen. Ein überragender technischer Vorsprung gegenüber den alten Videorekordern ist wohl der Speicherplatz: Auf die bis zu 500 Gigabyte großen Festplatten passen Hunderte Filme in guter Qualität.

Zeitversetzt fernsehen: Festplattenrekorder haben viele Vorteile - die Verarbeitung von Digital-TV gehört aber nicht dazu
Wer sich einen solchen Rekorder zulegen wolle, sollte sich vorher genau überlegen, wofür er ihn hauptsächlich benutzen werde, sagt Nico Jurran von der Computerzeitschrift "C't". Die Aufnahmen von Festplattenrekordern würden ohnehin nur selten archiviert. Meist würden die Aufzeichnungen einmal angeschaut und hinterher wieder gelöscht. Dann reiche ein einfacher Rekorder mit wenigen Extras völlig aus. Allerdings sollte man auch nicht zu den ganz günstigen Geräten greifen, sondern preiswerte Produkte der Markenhersteller in die engere Wahl nehmen.

Wer Sendungen archivieren will, ist mit DVD-Festplattenrekordern ebenfalls gut bedient. Filme oder Serien können vor dem Brennen noch geschnitten und etwa die Werbung entfernt werden. Einige neue Geräte besitzen auch eine Werbeblockerkennung, die oft recht gut funktioniert. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass beim Brennen die Qualitätsstufe geändert werden kann. Andernfalls passen längere Sendungen nicht mehr unbedingt auf eine einzige DVD.

Generell sollte man darauf achten, dass das Gerät leicht bedienbar ist. Allerdings ist die Bedienung der Rekorder in den vergangenen Jahren deutlich verbessert worden, wie Jurran sagt. So sorgen Vorschaubilder inzwischen für den schnellen Überblick. Im Kommen sind elektronische Programmführer, die kostenlos mitgesendet werden. Durch sie können Aufnahmen ganz einfach programmiert werden, allerdings werden kurzfristige Verschiebungen der Sendezeiten nicht berücksichtigt.

Viele teurere Festplattenrekorder bieten unzählige Extras, doch sie sind nicht immer sinnvoll - oder halten nicht, was sich der Käufer darunter verspricht. Ein Beispiel dafür sind Anschlüsse für Camcorder: Sie lassen sich nutzen, um Kopien der selbst erstellten Aufnahmen anzufertigen. Für eine richtige Bearbeitung des Filmmaterials kommt man aber um einen Computer nicht herum. Sinnvoll kann hingegen ein HDMI-Ausgang für Flachbildschirme sein. Auch ein USB-Anschluss kann sich lohnen, wenn man Filme auf einem Stick gespeichert hat.

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