Samstag, 16. Februar 2019

Neues Modell Pre treibt Palm-Kurs in die Höhe

Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Palm versucht mit einem neuen Gerät den Befreiungsschlag. Auf der Technikmesse CES hat Palm-Chef Ed Colligan das Modell Pre vorgestellt. Die Börse reagierte auf die Ankündigung euphorisch.

Las Vegas - Palm Börsen-Chart zeigen will mit einem neuen Mobiltelefon ein Comeback starten und die Vorherrschaft des iPhone und des Blackberry im Smartphonemarkt brechen. Der Taschencomputer-Pionier präsentierte am Donnerstag (Ortszeit) auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den Palm Pre, der mit dem neu entwickelten System "WebOS" läuft. Nach der Ankündigung stieg der Aktienkurs von Palm zeitweise um mehr als 40 Prozent. "Diese Plattform wird die Basis für Innovationen der kommenden Dekade sein", sagte Palm-Chef Ed Colligan.

Palm Pre: Das neue Modell soll im ersten Halbjahr 2009 erhältlich sein
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Palm Pre: Das neue Modell soll im ersten Halbjahr 2009 erhältlich sein
Das neue Telefon soll im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen und wird in den USA zunächst exklusiv vom Mobilfunkprovider Sprint und später in einer UMTS-Version in anderen Regionen angeboten. Ein genauer Starttermin und Kooperationspartner für den deutschen Markt wurden noch nicht genannt. Branchenkenner erwarten aber eine Zusammenarbeit mit Vodafone Börsen-Chart zeigen.

Das Team, das den Palm Pre entwickelt hat, wurde von Jon Rubinstein angeführt, der bei Apple Börsen-Chart zeigen entscheidend an der Entwicklung des Musikplayers iPod beteiligt war und bis zum Sommer 2006 die iPod-Abteilung von Apple geführt hatte. Das neue Palm-Betriebssystem wurde von Grund auf neu entwickelt und setzt im Kern Standardtechnologien wie beispielsweise CSS, XHTML und JavaScript ein, die bereits heute in der Entwicklung von Webanwendungen eine entscheidende Rolle spiele.

Im Gegensatz zum iPhone von Apple verfügt der Palm Pre über eine ausziehbare Tastatur und kann mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen. Ähnlich wie eine elektrische Zahnbürste kann das Smartphone ohne eine Kabelverbindung induktiv an ein Ladegerät angekoppelt und aufgeladen werden. Das System des Palm Pre führt Informationen aus persönlichen E-Mail-Konten und Kontaktlisten mit Daten aus Sozialnetzwerken wie Facebook oder Flickr zusammen.

"Palm steht an einem Scheidepunkt in seiner Unternehmensgeschichte", sagte Lawrence Harris, Analyst bei CL King & Associates in New York. "Dies ist wirklich die beste Gelegenheit. Eine zweite Möglichkeit wird es vielleicht nicht mehr geben." Palm hatte Mitte der 90er Jahre mit dem Pilot den ersten erfolgreichen PDA (Personal Digital Assistent) auf den Markt gebracht und später sein Angebot auf Mobiltelefone ausgeweitet.

Die sinkende Nachfrage nach dem Smartphone Treo und der Erfolg von Konkurrenzprodukten wie dem Blackberry und dem iPhone brachten Palm aber 2006 in eine Schieflage. Im Jahr 2007 stieg der Investor Elevation Partners LP ein, übernahm 25 Prozent der Firmenanteile und holte Rubinstein als Executive Chairman zu Palm. Im vergangenen Monat stockte Elevation Partners seine Anteile um weitere 100 Millionen Dollar auf und verschaffte dem Unternehmen damit genügend Barreserven, um die Markteinführung des Palm Pre abzuschließen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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