Sonntag, 9. Dezember 2018

Web 2.0 Millionen Deutsche machen mit

Datendiebstahl hin, Werbemails her - trotz spektakulärer Fälle von Datenmissbrauch stellen laut einer Studie Millionen Deutsche persönliche Informationen ins Internet. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die E-Mail für viele junge Bundesbürger schon wieder out ist.

Berlin - Fast 15 Millionen präsentieren eigene Fotos im Netz und sieben Millionen unterhalten eine eigene Homepage. Das fand der Branchenverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem IT-Berater TechConsult in einer repräsentativen Studie heraus, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Eine Nation geht ins Netz: Sieben Millionen Deutsche betreiben eine eigene Homepage
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Eine Nation geht ins Netz: Sieben Millionen Deutsche betreiben eine eigene Homepage
An Diskussionsforen beteiligen sich demnach fast 17 Prozent, was knapp zwölf Millionen Deutschen entspricht. Einen eigenen Blog betreiben gut 2 Prozent aller Nutzer. Gut zwölf Millionen Deutsche haben zudem schon übers weltweite Datennetz telefoniert.

Für die Studie wurden 1000 Personen ab zehn Jahren befragt. Generell zeigen die Ergebnisse, dass Männer die Technologien des sogenannten Web 2.0 häufiger nutzen als Frauen. Besonders deutlich ist der Unterschied laut Bitkom beim Betreiben einer eigenen Homepage, der Beteiligung an Diskussionsforen, dem Einstellen eigener Videos und der Internettelefonie. Nur unter den 10- bis 17-Jährigen liegen teilweise die Mädchen vorn: bei der Nutzung des Messengers, dem Einstellen von eigenen Bildern und sonstigen persönlichen Daten.

Chatten und das Versenden sogenannter Instant Messages sind besonders beliebt: 33 Prozent der männlichen und 25 Prozent der weiblichen Internetnutzer chatten oder schicken sich Sofortnachrichten. Bei männlichen Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren sind es sogar 85 Prozent, bei Mädchen 94 Prozent.

"Für die Kinder und Jugendlichen von heute ist der tägliche Umgang mit Messengern und Chats selbstverständlich. Viele nutzen diese Technologien häufiger als E-Mails", sagte Verbands-Vizepräsident und Microsofts Deutschlandchef Achim Berg zu den Ergebnissen. "E-Mails empfinden viele von ihnen schon als Technik von gestern. Hier zeigt sich einmal mehr, wie schnell sich das Internet ändert."

manager-magazin.de mit Material von ap

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