Donnerstag, 15. November 2018

Fernsehen Der PC als Flimmerkiste

Videos von Internetportalen, Trailer auf Kinoseiten, kurze Nachrichtenfilme und hin und wieder eine DVD. So sieht das Standardrepertoire bewegter Bilder auf vielen Computermonitoren aus. Doch PC und Notebook können mehr - zum Beispiel Fernsehen empfangen. Mit dem richtigen Zubehör wird der Rechner zum TV-Ersatz.

Berlin/Genf - Möglich machen dies Einsteckkarten oder USB-Sticks. Interne wie externe Lösungen sind durch die Bank für Kabel, Satellit und auch das Antennenfernsehen verfügbar. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Gerätesoftware macht den Rechner meist noch zum digitalen Videorekorder.

Mobiles TV: Mit Hilfe eines TV-Empfängers im USB-Stick wird das Notebook fernsehtauglich
Für 15 bis 30 Euro sind interne Karten mit analogem Kabeltuner oder Tuner für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) erhältlich. In dieser Preissparte starten auch die populären DVB-T-USB-Sticks. Sie sind besonders interessant für Notebookbesitzer, die ihren Rechner zum mobilen Fernseher machen wollen. Für den zusätzlichen stationären Betrieb an der Kabeldose gibt es auch DVB-T-Sticks mit analogem Kabeltuner. Für diese sogenannten Hybridsticks werden rund 40 Euro fällig. Hybride PC-Steckkarten kosten ebensoviel.

In einem ähnlichen Preisbereich liegen Steckkarten oder Boxen, die das digitale Satellitenfernsehen DVB-S auf den Monitor zaubern - auch sie gibt es als Hybridversion mit analogem Kabeltuner. Per DVB-S kommt in Deutschland immer noch das größte Angebot an digitalen TV-Programmen ins Haus. Mit mindestens 60 Euro schlagen die selteneren Karten für das digitale Kabelfernsehen DVB-C zu Buche. Auch Adapter, die das hochauflösende Fernsehen der Zukunft unterstützen, gibt es längst. Sie kosten sowohl bei Kabel- als auch bei Satellitennutzung mindestens 70 bis 80 Euro.

Anixe HD ist ein freier HDTV-Kanal mit Spielfilmen und Unterhaltung, der seine Sendungen in HD-Qualität ausstrahlt. Premiere Börsen-Chart zeigen sendet zwei Pay-TV-Spartenkanäle in HD. ARD und ZDF legen hochauflösendes Fernsehen nur sporadisch anlässlich sportlicher Großereignisse auf. In ganz Europa sind per Satellit die belgischen HDTV-Kanäle HD1, HD2, EXQI und HDNL zu empfangen.

Der Zusatz HD oder HDTV im Produktnamen weist Karten, Sticks und Boxen in der Regel als kompatibel zum hochauflösenden TV aus. Bei Sat-Karten sollten Käufer auch auf das Kürzel DVB-S2 achten. Diese Weiterentwicklung des DVB-S-Standards ist zwar keine Voraussetzung für HDTV, kommt diesem aber durch gesteigerte Datenraten entgegen. Während es noch keinen Standard für DVB-C2 gibt, steht die Einführung des weiterentwickelten DVB-T bevor: "Es ist geplant, HD-Angebote, die die DVB-T2-Spezifikation nutzen, nicht später als Anfang 2009 einzuführen", heißt es beim Digital Video Broadcasting Project mit Sitz in Genf.

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