Freitag, 20. Juli 2018

Blackberry-Alternative Westfälische Antwort

Die ganze Businesswelt huldigt dem Blackberry, der Mobil-Droge aus Kanada. Die ganze? Nein. Ein kleines Start-up aus dem Westfälischen bietet eine Alternative für kleine und mittlere Unternehmen. manager-magazin.de hat das Gerät getestet.

Hamburg - So viel Service gibt es selten: Ein Anruf bei der Hotline, und der Geschäftsführer persönlich nimmt ab. Nicht nur das - er kümmert sich selbst darum, alle technischen Fragen zu klären und ruft zur Kontrolle von sich aus an, ob nun alles klappt. So sieht es aus, wenn ein Mittelständler wie Christian Schröder aus der westfälischen Gemeinde Steinhagen sich anschickt, einem Weltmarktführer Konkurrenz zu machen.

Unverzichtbarer Begleiter: Viele Manager verlassen nicht ohne Blackberry das Haus - doch die Sicherheit der Geräte wird bezweifelt
Es geht um ein Milliardengeschäft, das automatische Weiterleiten von E-Mails an mobile Empfangsgeräte, genannt Pushmail. Der kanadische Hersteller Research in Motion Börsen-Chart zeigen hat bereits acht Millionen seiner Blackberry-Geräte verkauft. Der Marktanteil reicht für eine absolute Mehrheit, Blackberry ist zum Inbegriff der Erreichbarkeit rund um die Uhr geworden.

Selbst große Namen der IT-Branche mühen sich bislang vergeblich, den Kanadiern den Rang abzulaufen. Nokia Börsen-Chart zeigen, Motorola Börsen-Chart zeigen und Acer Börsen-Chart zeigen haben eigene Empfangsgeräte auf den Markt gebracht, die alles das können sollen, was Blackberry auch kann. Microsoft Börsen-Chart zeigen vertreibt sein Betriebssystem Windows Mobile, das auf verschiedenen Geräten mobiles Internet ermöglicht, über eine Vielzahl kleiner Partner mit eigenen Pushmail-Diensten. Der deutsche Webmail-Marktführer 1&1 (GMX, Web.de, Tochterunternehmen von United Internet Börsen-Chart zeigen) bietet mobiles Internet als Paketlösung mit einem kleinen, handlichen Gerät namens Pocket-Web an. Google Börsen-Chart zeigen verschickt Mails seiner Webmail-Kunden kostenlos an jedes beliebige Mobiltelefon.

Trotzdem feiern die Kanadier munter weiter Absatzrekorde. Vor allem unter Führungskräften ist Blackberry ein Must-have - obwohl immer wieder Bedenken laut werden, etwa wegen dauernder Prozesse um Lizenzen für einzelne Blackberry-Funktionen oder Zweifeln an der Sicherheit der Daten. Zudem verfügen die meisten Blackberrys nicht einmal über Zugang zum UMTS-Netz.

Was ist das Geheimnis des Erfolgs? Ein Blackberry erfüllt im Wesentlichen zwei Funktionen. Erstens ist es ein auffälliges, teures Spielzeug, das seinen Nutzer als Angehörigen der Business-Elite ausweist. Ein Statussymbol. Den Markenwert von Blackberrys macht neben dem eigenwilligen, leicht klobigen Design auch die Eigenschaft aus, dass es in kurzen Abständen mit leisem Piepsen Aufmerksamkeit verlangt. Wie einst die Tamagotchis, mit dem Unterschied, dass Blackberrys einen wichtigen Eindruck machen.

Zweitens hat Blackberry auch einen praktischen Nutzen. Außerhalb des Büros erreichbar zu sein, kann zwar in allzu starke Abhängigkeit münden und sogar Arbeitszeit verschwenden. Zweifellos hilft es aber, zumal auf Reisen, schnell auf wichtige Nachrichten zu reagieren.

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