Freitag, 16. November 2018

Linux/Windows Treffen der Welten

Windows hat die Nase noch immer klar vorn. Aber viele Computerbesitzer möchten auch mal Linux ausprobieren, ohne gleich auf das Betriebssystem von Microsoft verzichten zu müssen. manager-magazin.de sagt, wie sich beide Welten auf einem Rechner vereinen lassen.

München - Am einfachsten geht die probeweise Nutzung von Linux mit Hilfe so genannter Live-Distributionen. Das sind Linux-Systeme, die direkt von einer CD oder DVD aus gestartet werden. Mit mehr Aufwand verbunden ist die Installation von Linux auf der Festplatte des PCs parallel zu Windows. Sie bringt gegenüber der Live-CD jedoch gewisse Vorteile.

Linux zum Ausprobieren: Linux und Windows lassen sich unter bestimmten Umständen auch auf einem Rechner nutzen
"Eine Live-CD ist nur zum Testen oder dazu da, im Notfall den Rechner starten zu können", erklärt Florian von Samson vom Verein LinuxTag in Kaiserslautern. Ein Live-System ist kein vollwertiger Ersatz für ein richtig installiertes Linux. Die Möglichkeit, Daten zu speichern und Programme zu installieren, sind begrenzt. "Außerdem laufen die Live-Distributionen langsamer. Und es lassen sich auch keine Updates einspielen", sagt von Samson.

Dafür kostet die Installation von Linux parallel zu Windows etwas mehr Hirnschmalz: PCs sind üblicherweise mit nur einer Festplatte ausgestattet. Der Platz darauf wird bei einem vom Händler vorinstallierten System in der Regel allein durch die Windows-Partition belegt. Als Partitionierung wird die Unterteilung eines Datenträgers, hier also der Festplatte, in logische Bereiche bezeichnet. Soll Linux mit auf den Rechner, braucht es mindestens zwei eigene Partitionen - eine für das System, und eine für die Auslagerungsdatei, die auch Swap-Partition genannt wird.

"Alle populären Distributionen bringen heute sehr leistungsfähige Partitionierungswerkzeuge zum Aufteilen der Festplatte mit", sagt Nils Magnus, der sich ebenfalls beim LinuxTag engagiert. Einsteigern rät er daher zu einem Linux, das sich auch unabhängig von der Partitionierung durch eine besondere Betreuung auszeichnet. "Ich denke hier besonders an Kubuntu oder OpenSUSE. Aber ebenso bieten Fedora, Ubuntu oder auch Debian diese Möglichkeiten."

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