Sonntag, 20. Januar 2019

Ranking Die Flaggschiffe der Medienbranche

Time Warner ist einer aktuellen Studie zufolge der größte Medienkonzern der Welt. Auch die folgenden Plätze sind von US-Branchenriesen belegt. Nur ein deutscher Konzern schaffte es unter die Top Ten der Rangliste.

Hamburg - Der US-Konzern Time Warner Börsen-Chart zeigen hat in den vergangenen zehn Jahren seine führende Position unter den 50 größten Medienkonzernen weltweit ausgebaut. Mit umgerechnet 35,2 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2006 führt Time Warner die vom Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) erstellte und am Mittwoch veröffentlichte neue Rangliste der Medienkonzerne an.

Es folgen Walt Disney Börsen-Chart zeigen (27,3 Milliarden Euro), Viacom/CBS (20,7 Milliarden Euro), die australisch-amerikanische News Corp. Börsen-Chart zeigen(20,1 Milliarden Euro), das Kabel-Konglomerat Comcast Börsen-Chart zeigen (19,8 Milliarden Euro) und der in Deutschland ansässige Bertelsmann-Konzern (19,2 Milliarden Euro).

In der ersten Studie aus dem Jahr 1995 lag Time Warner mit umgerechnet 25,3 Milliarden Mark vor Bertelsmann (20,3 Milliarden Mark), damals, gemessen am Umsatz, noch der zweitgrößte Medienkonzern der Welt. Die Berechnung der Umsätze basiert nach IfM-Angaben auf den amtlichen Währungsmittelkursen der jeweiligen Jahre.

Auch andere große deutsche Medienunternehmen sind im Umsatzranking zurückgefallen oder rangieren nicht mehr unter den Top 50. Der zum großen Teil aus Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Senderverbund ARD findet sich heute auf Platz 18 mit 6,03 Milliarden Euro Umsatz, 1995 lag die ARD noch auf Rang acht. Die Kirch-Gruppe meldete 2001 Insolvenz an, der Axel-Springer-Verlag Börsen-Chart zeigen (2,4 Milliarden Euro Umsatz) findet sich nach Platz 28 im Jahr 1995 nun auf Platz 48 wieder. Aufstiegschancen unter die ersten 50 mit einem Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro hat der neue Konzern, der aus der Übernahme der Senderkette SBS durch ProSiebenSat.1 Media Börsen-Chart zeigen erwächst.

"Die Dominanz der US-Medienkonzerne hat sich im letzten Jahrzehnt verstärkt", sagt Gisela Schmalz, Medienökonomin am IfM. "Das hat mit dem angloamerikanischen Sprach- und Kommunikationsraum zu tun, aber auch mit riskanteren, aggressiveren Akquisitionsstrategien und einer intelligenten Vernetzung von klassischem Entertainment, Journalismus und Zukunftstechnologien." So integrierte Time Warner Kabelnetze, Zeitschriften, Hollywood-Filmstudios (Warner Brothers), TV-Produktionen, Pay-TV (HBO) und den Internetanbieter AOL.

Insgesamt hat sich der Umsatz der 50 weltgrößten Medienkonzerne seit dem Geschäftsjahr 1995, auf das sich die erste Studie bezog, mehr als verdoppelt - von umgerechnet 166 Milliarden Euro auf rund 360 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2006. Nicht eingeschlossen sind zumeist in Staatsbesitz befindliche chinesische Medienunternehmen, die ihre Bilanzen nicht offen legen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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