Montag, 19. November 2018

Studie Die fünf größten IT-Dienstleister

6. Teil: EDS

5. EDS (Marktanteil 3 Prozent)

Die Überraschung des vergangenen Jahres bot EDS. "Das Unternehmen hat den Turn-around geschafft", sagt PAC-Berater Kaiser. Mit seinem klar strukturierten Portfolio habe sich der Dienstleister sogar mittlerweile einen Vorsprung zu einigen Wettbewerbern aufbauen können. "Jetzt gilt es für EDS allerdings vor allem im Bereich der Anwendungsservices die Wahrnehmung in Deutschland zu erhöhen."

EDS-Manager Rickmann:
"Wir möchten in den nächsten Jahren die Nummer drei im deutschen IT-Servicemarkt werden."
"In den Bereichen Infrastruktur und Outsourcing sind wir 2006 deutlich gewachsen", sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer bei EDS in Deutschland und verantwortlich für das Consultinggeschäft in Nord- und Zentraleuropa. Auch im Application Management und IT Consulting habe das Unternehmen gut zulegen können. Hier sehen Analysten jedoch noch einen deutlichen Nachholbedarf.

Das Umsatzwachstum des vergangenen Jahres ging bei EDS erneut mit einer Verringerung der Mitarbeiterzahl einher. Die deutsche Tochter bringt es mittlerweile noch auf rund 3500 Beschäftigte. Diese Entwicklung ist auf weitere Desinvestments von nicht strategischen Betriebsteilen der Firma auf dem deutschen Markt zurückzuführen. "Die Konsolidierung ist damit beendet", so Rickmann.

Die fünf größten Outsourcing-Kunden von EDS in 2006
Vodafone
Sal. Oppenheim
Deutz
Arcelor
Adidas
Mittelfristig hat sich der Dienstleister ehrgeizige Ziele gesetzt. "Wir möchten in den nächsten Jahren die Nummer drei im deutschen IT-Servicemarkt werden", sagt Rickmann. Daher seien Übernahmen denkbar, auch größere. Der Schwerpunkt liege aber ganz klar auf organischem Wachstum.

Im Application Management erwartet der Dienstleister für dieses Jahr das größte Wachstum. "Dabei sind Themen wie ERP, SOA und weiterhin Standardisierung von Interesse", meint Rickmann. Das BPO-Geschäft sei im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Kunden agieren hier weiterhin sehr vorsichtig.

Beim Outsourcing macht sich auch bei EDS der Preisdruck bemerkbar. "Der hängt jedoch vom Reifegrad der Branche ab", so Rickmann. Während in vielen reiferen Branchen der Trend zum Outtasking mit kürzeren Laufzeiten erkennbar sei, tendiere beispielsweise die Retailbranche noch immer zum Komplettoutsourcing.

Der Branchenfokus von EDS liegt zurzeit auf der Finanz-, Telekommunikations-, Auto- und Fertigungsindustrie sowie dem öffentlichen Bereich. Hier konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr gut punkten, mit neuen Outsourcingverträgen mit Vodafone Börsen-Chart zeigen und KSB sowie Lafarge Börsen-Chart zeigen. Diese Mischung will Rickmann auch im laufenden Geschäftsjahr beibehalten: "Wir konzentrieren uns weiter auf den internationalen Mittelstand und Großunternehmen."

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