Mittwoch, 21. November 2018

Unity Media Teures Zuschussgeschäft

Das Multimediaunternehmen Unity Media leidet unter seinem Bezahlfernsehsender Arena. Der TV-Kanal hat so hohe Verluste aufgetürmt, dass die gesamte Firmengruppe in Mitleidenschaft gezogen wird. Doch wie das größte Problem des Senders gelöst werden soll, weiß die Unternehmensführung noch nicht.

Köln - Der Kabelnetzbetreiber Unity Media Börsen-Chart zeigen hat im ersten Quartal unter den Anlaufverlusten seines Bezahlsenders Arena gelitten.

In die Röhre geschaut: Bezahlsender Arena drückt die Unity-Media-Gruppe ins Minus
Das Unternehmen hat zwar in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz von zuvor 190,3 Millionen auf 210,2 Millionen Euro gesteigert. Der Verlust nach Steuern ist dennoch auf 74,1 Millionen Euro gestiegen; in der entsprechenden Periode des Vorjahres waren es noch 45,9 Millionen Euro.

Besser wird das Ergebnis allerdings, wenn der Verlust des Bezahlsenders Arena herausgerechnet würden. Ohne Arena kletterte das Unity-Media-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 17,6 Prozent auf 80,9 Millionen Euro. Arena allerdings fuhr allein einen Verlust in Höhe von 58 Millionen Euro ein. Damit war das operative Minus bei Arena größer als der Umsatz von 45 Millionen Euro.

Die Zahl der Arena-Abonnenten stieg von 1,034 Millionen Ende 2006 auf aktuell 1,096 Millionen. Gebremst wurde das Geschäft zuletzt vom Kartellamt. Wegen der Bedenken der Kartellwächter wurde der Vertrieb des Arena-Bundesligaangebots über die Satellitenplattform des Konkurrenten Premiere Börsen-Chart zeigen auf Eis gelegt. Unity Media präsentierte dafür heute noch keine Lösung.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und dpa

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