Samstag, 17. November 2018

Deutsche Telekom Nun droht Streik

Die Telekom und Verdi haben die Verhandlungen über die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern abgebrochen. Die Gewerkschaft lehnte ein nachgebessertes Angebot des Bonner Konzerns ab. Nun droht ein umfassender Streik.

Mayschoß - Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen steuert auf die größte Auseinandersetzung seit der Privatisierung im Jahr 1995 zu. Die zähen Verhandlungen zwischen dem Bonner Unternehmen und Verdi über die geplante Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern sind festgefahren.

Verhandlungen ohne Ergebnis: Eine Urabstimmung wird über einen Streik entscheiden
Die Gewerkschaft lehnte am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Mayschoß ein nachgebessertes Angebot der Konzernführung ab und kündigte eine Ausweitung der Protestaktionen an. Er sehe geringe Chancen für eine Einigung, sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach dem Abbruch der fünften Verhandlungsrunde. "Inhaltlich sind wir weit von einer Verständigung entfernt." Telekom-Personalvorstand Karl-Gerhard Eick beteuerte, das Angebot des Konzerns werde bis zum 2. Mai aufrechterhalten.

Am Freitag kommender Woche soll die Große Tarifkommission von Verdi über eine Urabstimmung entscheiden, die einen konzernweiten Arbeitskampf nach sich ziehen könnte. Auch die fünfte Verhandlungsrunde wurde von bundesweiten Warnstreiks begleitet, an denen sich laut Gewerkschaft rund 11.000 Mitarbeiter beteiligten.

Eick kündigte an, dass die Telekom gegen die Protestaktionen juristische Mittel prüfen werde. Einknicken will das Unternehmen nicht: "Wenn der Streik sein muss, dann muss er sein", sagte Eick. Die Telekom kann den Konzernumbau auch ohne die Zustimmung von Verdi im Alleingang umsetzen.

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