Mittwoch, 14. November 2018

Arena Verluste mit der Bundesliga

Der Bezahlsender Arena, der seit vergangenem August die Fußball-Bundesliga überträgt, hat in seinem ersten Jahr auf Sendung die Marke von einer Million Kunden geknackt - allerdings hohe Verluste eingefahren. Arena-Mutter Unity Media steigerte dagegen Umsatz und Gewinn.

Köln - Arena hatte sich in einem spektakulären Wettbieten mit Premiere Börsen-Chart zeigen die Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga gesichert und im August 2006 den Sendebetrieb aufgenommen. Ende Dezember seien 1,035 Millionen Abonnenten registriert gewesen, teilte die Arena-Mutter Unity Media mit.

Begehrte Bundesliga-Rechte: Fußball konnte Arena nicht aus der Verlustzone bringen
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Begehrte Bundesliga-Rechte: Fußball konnte Arena nicht aus der Verlustzone bringen
Der Sender steckt allerdings noch tief in den roten Zahlen. So fiel 2006 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein Verlust in Höhe von 132,4 Millionen Euro an. Der Umsatz lag bei 80,6 Millionen Euro. Damit liege Arena aber im Plan, sagte Parm Sanhu, Geschäftsführer bei der Arena-Mutter Unity Media.

Unity Media selbst steigerte seinen Umsatz 2006 von 567,5 auf 599,4 Millionen Euro. Das Ebitda des Kabelnetzbetreibers gab leicht von 274 auf 269,2 Millionen Euro nach. Ende März hatte das Unternehmen insgesamt 5,767 Millionen Kunden unter Vertrag. Die unter dem Dach der Unity Media operierenden Kabelnetzbetreiber Ish und Iesy versorgen Haushalte in Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Die gute Entwicklung im Premium-Kabelgeschäft sowie bei schnellem Internetzugang und Telefondiensten habe sich im ersten Quartal 2007 fortgesetzt, so Unity-Media-Chef Sandhu in einer Mitteilung. Die neuen Angebote hatten per Ende März einen Anteil von 13 Prozent an den Umsatz generierenden Einheiten (RGU) im Kerngeschäft verglichen mit 3 Prozent Ende 2005.

Die Investitionen seien 2006 planmäßig deutlich auf knapp 96 (45) Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der analogen Kabelkunden ging im Gesamtjahresvergleich jedoch leicht auf 5,05 Millionen nach 5,09 Millionen im Jahr 2005 zurück.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und dpa

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