Freitag, 14. Dezember 2018

Linux Die Vista-Alternative

Höhere Sicherheit, hübschere Grafik, schnellere PC-Technik - viele von den viel gepriesenen Verbesserungen bei Windows Vista gehören bei Linux längst dazu. Ein Blick auf das kostenlose Betriebssystem lohnt sich also.

Hannover/Berlin - Eines vorweg: Microsoft Börsen-Chart zeigen hat mit Vista ein modernes Betriebssystem auf den Markt gebracht, das gegenüber Windows XP zahlreiche Verbesserungen aufweist. Noch dazu sieht Vista schlicht besser aus als sein Vorgänger. Es gibt aber auch Punkte, die dafür sprechen, nicht blindlings auf Vista zu setzen, sondern nach Alternativen Ausschau zu halten. Eine davon könnte Linux sein.

Microsofts Betriebssystem Windows: Vista ist zwar sicherer - aber nicht als Linux
Zu den wesentlichen Neuerungen von Vista zählt Microsoft mehr Sicherheit für persönliche Daten und Schutz vor Angreifern aus dem Internet. Das stimmt zweifellos, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist es nicht. Im Gegenteil gelten andere Betriebssysteme wie Mac OS oder Linux als sicherer. Es gebe so gut wie keine Viren, die Linux-Rechner angreifen, sagt Oliver Diedrich von der Computerzeitschrift "C't". Hinzu kommt, dass die in Vista umgesetzte deutlichere Trennung von Anwender- und Administratorenrechten unter Mac OS oder Linux schon lange Gang und Gebe ist.

Die Vista-Oberfläche Aero mit ihren transparenten Fenstern sieht schick aus, aber solche Fenster gibt es auch unter Linux oder Mac OS. Das sind Kleinigkeiten im Gegensatz zu Vistas Ressourcen-Hunger: Das System läuft nur auf neueren, gut ausgestatteten Rechnern uneingeschränkt. Linux mit dem Pinguin als Wappentier kommt mit weniger Speicher sowie Prozessor- und Grafikkartenleistung klar. Wer sich einen neuen PC mit vorinstalliertem Vista kaufen möchte, könnte stattdessen seinen bisherigen Rechner mit Hilfe von Linux noch eine ganze Weile nutzen - mit modernen Anwendungsprogrammen, die Linux-Paketen meist beiliegen.

Kostenlos, aber ohne Anleitung

Einen Pluspunkt gegenüber Vista und Mac OS kann Linux auch beim Preis einheimsen: Es ist auch kostenlos erhältlich. Mac OS gibt es nur zusammen mit der nicht eben kostengünstigen Hardware von Apple Börsen-Chart zeigen. Und Vista kostet in der Version Home Premium, die vergleichbar mit der Windows XP Personal Edition ist, 199 Euro als Update und 299 Euro als Vollversion.

Ein Gratis-Linux gibt es als Zeitschriftenbeilage oder per Download aus dem Internet - jedoch ohne Handbuch oder professionellen Service. Wer darauf Wert legt, muss zum Beispiel für die verbreitete Linux-Distribution Suse rund 50 Euro ausgeben. Die System-Builder-Version von Vista Home Premium ohne bunte Schachtel, Handbuch und Service kostet immerhin nur noch 119 Euro. Linux darf der Nutzer allerdings beliebig oft installieren und weiterreichen, ohne dass Gebühren fällig werden. Das ist mit Windows nicht erlaubt.

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