Mittwoch, 16. Januar 2019

Ausstieg Otto ohne Obi

Fast sechs Jahre lang hielt die Kooperation zwischen der Baumarktkette und dem Hamburger Versandhändler - nun übernimmt Otto das Gemeinschaftsunternehmen. Für viele eine absehbare Trennung: Schon seit einigen Monaten herrschte zwischen den beiden Partnern schlechte Stimmung.

Hamburg - Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto wird alle Anteile an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen Obi@Otto übernehmen.

"Do it yourself" trifft Internet: Das Konzept von Obi@Otto ist die Verknüpfung des klassischen Stationärhandels mit dem Distanzhandel
Der weltgrößte Versandhändler Otto und die führende deutsche Baumarktkette Obi hatten das Joint-Venture Anfang 2001 gestartet und trennen sich nun wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die strategische Ausrichtung, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Für die Kunden soll sich nichts ändern; sowohl das Internetangebot mit rund 12.000 Artikeln aus den Bereichen Hobby, Haus und Garten als auch die Kataloge sollen weiter verfügbar sein. Das Unternehmen werde im kommenden Jahr umbenannt und weitergeführt.

Schon Anfang des Jahres gab es Spekulationen, wonach es Streitereien über die strategische Ausrichtung des Gemeinschaftsunternehmens gegeben haben soll. Grund dafür sollen übertriebene Umsatzforderungen von Obi gewesen sein.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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