Montag, 21. Januar 2019

Telekom Starke Verluste im DSL-Markt

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom haben einer EU-Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr ihre Marktposition im Breitbandgeschäft deutlich ausgebaut. So sank der Anteil der Telekom am Gesamtmarkt binnen eines Jahres bis Januar 2006 von 80,4 Prozent auf 60,1 Prozent.

Brüssel/Bonn - Nach einem bislang unveröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission, die den Breitbandmarkt in Europa untersucht hat, war Deutschland mit 3,65 Millionen neuen schnellen Internetzugängen nach Großbritannien der am schnellsten wachsende Markt in Europa.

Verblasster Glanz: T-DSL-Kampage aus dem vergangenen Jahr
Im Januar hatten 10,56 Millionen Menschen in Deutschland einen Breitbandanschluss. Anders als in den Niederlanden und Großbritannien nutzt der weitaus größte Teil der Anbieter die DSL-Technik. Nur drei Prozent der Kunden nutzen etwa das TV-Kabel als Zugang ins Internet.

Die Europäische Kommission hatte wiederholt auf einen mangelnden Wettbewerb im deutschen Breitbandgeschäft hingewiesen und eine härtere Regulierung gefordert. Die Telekom Börsen-Chart zeigen sieht diesen Vorwurf nun durch das EU-Gutachten widerlegt.

"Unser Marktanteil ist unter Druck", sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Der Wettbewerb in Deutschland sei intakt, was sich an den im EU-Vergleich niedrigen Preisen für DSL-Anschlüsse zeige. Die Deutsche Telekom verliert pro Monat durchschnittlich rund 150.000 Telefonanschlüsse an die Konkurrenz.

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