Montag, 22. Oktober 2018

Google Mit GBuy gegen Paypal

4. Teil: Giropay - erfolgloses Banksystem

Giropay - erfolgloses Banksystem

Über noch weniger Partner-Webseiten verfügt das Bezahlsystem Giropay der Banken und Sparkassen, das erst im Februar dieses Jahres gestartet wurde. Nur bei Ebay ist es bisher möglich, über das System seine Interneteinkäufe zu bezahlen. Dabei greift das Gemeinschaftsunternehmen der Postbank, der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken auf bestehende und beim Nutzer bekannnte Strukturen zurück.

Von der Webseite des Internethändlers soll der Onlinebanking-Kunde direkt auf die Homepage seines Kreditinstituts geleitet werden, um dort auf dem bereits ausgefüllten Formular eine normale Onlineüberweisung mit PIN und TAN durchzuführen. Der Verkäufer erhält dann eine Bestätigung, dass das Geld unterwegs ist und kann die Ware schneller losschicken.

GBuy hätte gute Chancen

Dennoch zögern die Internethändler mit der Nutzung von Giropay. Vielleicht liegt es daran, dass sie eine zu geringe Nachfrage auf der Kundenseite vermuten, da nur etwa ein Drittel der Kunden dieser Kreditinstitute derzeit über ein Onlinebanking-Konto verfügt. Vielleicht ist der Service aber auch einfach zu teuer – Giropay schweigt sich über den Preis für sein Angebot aus.

Die Bezahldienste im Internet sind somit größtenteils zwar auf dem Vormarsch, ein einheitlicher Standard ist aber noch längst nicht in Sicht. Ein Abwicklungssystem von Google könnte sich jedoch allein durch die Bekanntheit des Internetkonzerns sowie die Produktsuche Froogle schnell bei den Betreibern von Webshops durchsetzen und dem Service damit auch bei den Nutzern zu einem ungeahnten Aufschwung verhelfen.

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