Dienstag, 20. November 2018

Windows-Jubiläum Das Fenster zum DOS

Programme, die sich in verschiedenen Fenstern und mit Mausklicks statt Textbefehlen bedienen lassen: Das war zwar nicht Bill Gates' Idee, aber er hat damit am meisten Geld verdient. 1985 erschien die erste Version des Betriebssystems Windows. Ein Blick zurück.

Frankfurt am Main - Manche lieben es, andere hassen es, viele haben sich schon darüber geärgert, fast alle verwenden es: Das Betriebssystem Windows hat wie keine andere Software die Arbeitswelt und Medienkultur der Gegenwart geprägt.

Ein Karton Computergeschichte: Windows 1.0 war noch ein wirtschaftlicher Misserfolg
Mit Windows stellt der PC-Monitor nicht länger eine profane Anzeigefläche für Computercode dar, sondern einen Schreibtisch, auf dem Dokumente liegen. Die kann man sich ansehen und bearbeiten kann, indem man sie in separaten Fenstern öffnet - ein Satz, der heute allgemeinverständlich ist, vor 20 Jahren aber noch rätselhaft klang.

Genau so lange ist es her, dass Windows erschienen ist; am 20. November 1985 wurde Version 1.0 vorgestellt, die deutsche Version Windows 1.0.3 kam wenig später auf den Markt. "Das war der erste Schritt weg von der Kommandozeile", erinnert sich Microsoft-Manager Alfons Stärk. "Erst eine Technologie wie Windows hat den PC massentauglich gemacht."

 Vier Disketten, auf einer fünften waren Schrifttypen gespeichert: So wurde Windows unters Volk gebracht  Das galt damals als grafisch: : Der Unterschied zu den endlosen Codezeilen der Vorgänger erschließt sich heute nicht auf Anhieb  Beipacker über Jahre: Das Malprogramm Paint - hier die Bedienungsanleitung - wurde fester Bestandteil der Ausstattung
 Windows-Durchbruch und Nostalgie: Zu diesen Bildern machten viele ihre erste Computererfahrung  Blick in die Zukunft: Das neue Startmenü im kommenden System Windows Vista  Chic und durchsichtig: Der grafischen Darstellung - hier bei virtuellen Foldern in Windows Vista - wird immer größerer Wert beigemessen

20 Jahre fensterweise:
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Der erste PC konnte 1981 nur umständlich mit der Eingabe von Textbefehlen bedient werden, Zeile um Zeile. Vor Microsoft bot Apple schon 1983 eine grafische Benutzeroberfläche an, die den Namen Lisa trug. Beide Systeme basierten auf Konzepten, die von Xerox stammten. In der Frühphase ging man bei Microsoft mit dieser Urheberschaft recht offen um und schrieb in der Pressemitteilung: "Microsoft hat das Konzept angepasst und das Potenzial der Fenstertechnik verbessert, sodass es für PCs der mittleren Preiskategorie geeignet ist."

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