Montag, 21. Januar 2019

Kurswechsel Insourcing statt Outsourcing

3. Teil: Reibungsloser Umzug

Reibungsloser Umzug

Diese homogene Architektur war die Voraussetzung für eine Zusammenfassung von Diensten und die Schaffung wirtschaftlicher Fallback-Szenarien. Der geringere Wartungs- und Betriebsaufwand für das konsolidierte Rechenzentrum war zudem die Voraussetzung, um mit einer kleinen Mannschaft den Rechenzentrumsbetrieb sicherzustellen. Auf der Client-Seite waren vor allem die Umstellung auf Windows XP und die Einführung neuer Dienste ein Fortschritt für die User, die eine bessere Verfügbarkeit der IT erfahren.

Im Zeitraum von Anfang September bis Ende November zog das Rechenzentrum um. Die erste Planung sah bis dahin auch die Umstellung der weltweiten Standorte auf das neue Environment vor. Dies erwies sich aber schnell als nicht durchführbar, so dass für die Client-Umstellung Januar 2005 als Zieltermin angestrebt wurde.

Entscheidend für die Einhaltung dieses Zeitplans und für den fast unterbrechungsfreien Betrieb des Rechenzentrums war eine detaillierte und gründliche Planung. Der Umzug wurde für jeden Server und jedes wesentliche Asset einzeln geplant.

Dieser Aufwand hat sich rentiert, denn nur dadurch konnte der teils erhebliche Verzug bei der Lieferung von Hardware und der Bereitstellung des Internetzugangs am neuen Standort des Rechenzentrums aufgefangen werden. Für die Umstellung der dezentralen Standorte wiederum wurden separate Detail-Ablaufpläne und Checklisten erstellt, die für weitgehend reibungslose Umstellungen sorgten. Damit diese Transition "in time and budget" gelingen konnte, waren einige Voraussetzungen erforderlich. Die persönlichen Perspektiven für die IT-Mitarbeiter haben allem voran eine wichtige Rolle für die Motivation gespielt.

Der Nutzen des Gesamtprojekts lässt sich an drei wesentlichen Punkten festmachen:

  • Die IT-Kosten konnten um über 30 Prozent gesenkt werden
  • Die Nutzer haben eine hoch verfügbare IT-Umgebung
  • Die Handlungsfreiheit der IT hat sich erhöht
Die hohen Wirtschaftlichkeits- und Flexibilitätspotenziale, die mit diesem Projekt umgesetzt wurden, haben das Standing der IT im Hause verbessert. Durch das selektive IT-Sourcing ist für jeden Service eine optimale Leistungs- und Kostenstruktur gegeben, und die Abhängigkeit von einem Anbieter ist aufgehoben. Ein wesentliches Resümee aus diesem Projekt ist: Eigene Mitarbeiter sind doch flexibler als Verträge.

© manager magazin 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung