Montag, 17. Dezember 2018

Versatel De Mol spekuliert auf Gewinne

Der Medienmilliardär John de Mol stockte seinen Anteil an dem niederländischen Telekomdienstleister Versatel auf über 40 Prozent auf. Der Kurs der Aktie legte daraufhin am Montag um rund 6 Prozent zu. Wie ein Sprecher mitteilte, sehe de Mol seine Beteiligung als reines Finanzinvestment.

Den Haag - Der niederländische TV-Produzent John de Mol hat seine Beteiligung an dem zweitgrößten Telekomkonzern Versatel Börsen-Chart zeigen deutlich erhöht. Wie das Unternehmen von der Amsterdamer Börsenaufsicht AFM erfuhr, steigerte der Milliardär seine Anteile vergangene Woche von 25,06 auf 41,70 Prozent. Insgesamt habe de Mol rund 170 Millionen Euro neu investiert, so die AFM.

 John de Mol: Beteiligung an Versatel gesteigert
DDP
John de Mol: Beteiligung an Versatel gesteigert
Erst Mitte November hatte der TV-Produzent seine Beteiligung von 10 auf 25,06 Prozent erhöht und somit Spekulationen über eine mögliche Komplettübernahme geschürt.

Ein Sprecher des Medienmilliardärs teilte mit, dass dieser kein strategisches Interesse an Versatel habe. Zuvor war vermutet worden, dass de Mol mit der Beteiligung die Absicht verfolge, seine TV-Programme über die DSL-Breitbandnetze von Versatel zu verbreiten.

De Mol betrachte seine Beteiligung als reine Investition, teilte der Sprecher mit. Bereits vor zwei Jahren kaufte der TV-Produzent einen großen Anteil an Versatel auf, als das Unternehmen vor finanziellen Schwierigkeiten stand. Nach der Refinanzierung konnte er dann mit dem Verkauf eines Großteils seiner Anteile hohe Gewinne erzielen.

Der schwedische Anbieter Tele 2 und die spanische Telefonica werden immer wieder im Zusammenhang mit Übernahmegerüchten erwähnt. Seit Beginn der Spekulationen ist die Aktie des Telekomdienstleisters um rund 70 Prozent auf derzeit 2,44 Euro gestiegen.

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