Montag, 17. Dezember 2018

Hewlett-Packard Triaton droht Stellenabbau

Erst vor wenigen Wochen hat der Computerkonzern HP die ThyssenKrupp-Tochter Triaton übernommen, um damit sein Service-Geschäft aufzuwerten. Nun wird kräftig umstrukturiert. Bis zu 336 Stellen könnten dem Umbau zum Opfer fallen.

Essen - Der Konzern Hewlett-Packard Börsen-Chart zeigen baut den IT-Dienstleister Triaton um. Erst vor wenigen Monaten hatte der deutsche Ableger des US-Konzerns die IT-Tochter von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen übernommen. Nun soll das Unternehmen auf den Weg in den HP-Konzern gebracht werden.

 Triaton: HP stezte sich bei ThyssenKrupp durch
Triaton: HP stezte sich bei ThyssenKrupp durch
Menno Harms, Deutschland-Chef von HP, hatte beim Kauf gesagt, Triaton solle bis auf weiteres als eigenständiges Unternehmen agieren. Die IT-Firma solle bis 2006 von Platz drei auf Platz zwei der IT-Service-Unternehmen in Europa aufsteigen. Langfristig sei jedoch eine Integration in HP Services (circa 3800 Mitarbeiter) geplant.

Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) berichtete, sollen dem nun anstehenden Umbau etwa 336 Stellen zum Opfer fallen. Derzeit beschäftigt Triaton noch rund 2200 Mitarbeiter. HP-Sprecher Norbert Gelse, will den Bericht der "WAZ" im Gespräch mit manager-magazin.de nicht bestätigen. Noch sei nicht beschlossen, was genau passiert. Auch sei noch nicht klar, wie viele Stellen betroffen seien. Verhandlungen mit den Betriebsräten hätte das Unternehmen jedoch aufgenommen. "Wir wollen betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und zu einer guten Lösung gelangen", sagt Gelse.

Weiterverkauf geplant

Von der Neuordnung seien unter anderem die Bereiche Consulting und Verwaltung betroffen, meinen Branchenexperten. Auch plane HP, bestimmte Bereiche von Triaton wieder zu verkaufen. Die Änderungen seien aber eher mittel- bis langfristig zu sehen, da bei Betriebsübergängen bestimmte Fristen einzuhalten seien, heißt es.

Triaton entstand ursprünglich aus den IT-Units von Thyssen, Krupp, Hoesch und Hoechst. ThyssenKruppp stellte seine IT-Tochter schließlich zum Verkauf, da das Geschäft mit Dienstleistungen rund um die Informationstechnologie nicht mehr zum deklarierten Kerngeschäft zählte. Zuletzt erwirtschaftete der IT-Spezialist noch einen Umsatz von 370 Millionen Euro. HP zahlte geschätzte 340 Millionen Euro.

Verliert Triaton Aventis?

Teil der Transaktion mit HP war auch ein Rahmenvertrag zwischen Triaton und ThyssenKrupp mit sieben Jahren Laufzeit. Das Auftragsvolumen wird auf über eine Milliarde Euro geschätzt. Eigenen Angaben zufolge stammen rund 40 Prozent des Umsatzes bei Triaton vom ehemaligen Mutterkonzern. Die restlichen 60 Prozent setzt der IT-Service-Profi mit dem Drittgeschäft um.

Doch Ungemach droht: Triaton könnte mit dem Pharmakonzern Aventis Börsen-Chart zeigen einen seiner wichtigsten Kunden verlieren, spekulieren Branchenkenner. Der Grund: Aventis fusioniert mit dem französischen Konzern Sanofi Börsen-Chart zeigen. Die Franzosen hätten jedoch vor kurzem IBM Börsen-Chart zeigen als IT-Partner ausgewählt, heißt es. HP macht indes gut Wetter. "Wir haben gute Verbindungen zu Sanofi", ist aus der Zentrale zu hören. Von einem Verlust der Aufträge gehe man nicht aus.

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