Mittwoch, 15. August 2018

Hackerattacke Großangriff im Netz geplant

Entwarnung - ein US-Ministerium warnte: Für Sonntag planten Hacker einen Großangriff auf das Internet. US-Regierungsstellen wurden angewiesen, sich auf Hackerattacken einzustellen. Doch am Wochenende blieb es weitgehend ruhig.

Washington - Am vergangenen Sonntag hätte es für Sicherheitsexperten von Regierung und Unternehmen besonders ungemütlich werden können. Ein Sprecher des US-Ministeriums für Heimatschutz hatte davor gewarnt, dass Hacker am 6. Juli einen Angriff auf das Internet planten.

 Warnung vor dem Hackerangriff
mm.de
Warnung vor dem Hackerangriff
In der Hacker-Szene kursiere die Aufforderung, am Sonntag in kürzester Zeit so viele Webseiten wie möglich lahm zu legen, hieß es. Ein Warnnetzwerk der amerikanischen Technologieindustrie habe seine Mitglieder auf die Bedrohung aufmerksam gemacht, sagte der Sprecher.

Doch es blieb weitgehend ruhig. Die groß angekündigte Hackerattacke hat nach Expertenangaben nur wenige Webangebote lahm gelegt. Der Aufforderung, am vergangenen Sonntag in kürzester Zeit so viele Websites wie möglich unzugänglich zu machen, folgten offenbar nur wenige Hacker.

Innerhalb von sechs Stunden sollten dem Aufruf zufolge mindestens 6000 dieser Seiten blockiert werden. Insgesamt wurden nur 500 manipulierte, meist kleine Webangebote gemeldet, schreibt Heise online. Experten hatten bis zu 30.000 Fälle erwartet.

Noch zuvor wurden die US-Regierungsstellen angewiesen, ihre Abwehrprogramme gegen Hackerangriffe auf den neuesten Stand zu bringen. Dass diee staatlichen Internetpräsenzen immer wieder Opfer von Hackerangriffen, ist nur allzu bekannt. Auf der Website vom US-Geheimdienst CIA zum Beispiel veränderten Hacker den Namen und machten aus dem Namen "Central Intelligence Agency" ein "Central Idiots Agency".

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