Freitag, 16. November 2018

Deutsche Post Internet-Briefmarke spart Gang zur Post

Ab August dieses Jahres gibt es Briefmarken aus dem Internet.

Bonn - Manch ein Postkunden soll sich künftig den Weg zur nächsten Post-Filiale sparen können: Ab August können bei der Deutschen Post AG Briefe mit einer "Internet-Briefmarke" frankiert werden.

In Offenbach und Bonn begann Ende April mit 48 Pilotkunden ein Praxistest mit den Marken, die vom Computer ausgedruckt werden. "Es läuft, der Projektleiter hat sich immer positiv gezeigt", sagte Thomas Kutsch, Sprecher des Konzerns.

Mit einer speziellen Software, einem Computer und einem Internet-Anschluss können die Kunden Briefmarken auf ihre Postsendungen drucken. "Das ist wie ein virtueller Briefmarken-Schalter - aber einer, der noch auf hat, wenn kein normaler Schalter mehr Briefmarken verkauft", erklärte der Sprecher.

Damit sich Fälscher an der Internet-Marke die Zähne ausbeißen, ähnelt das Postwertzeichen eher einem unregelmäßig angeordneten Schachbrett als einer hübschen Sammlermarke. Der Code wird von den Lesegeräten in den Briefzentren erkannt - meistens zumindest, räumte Kutsch ein. "Da gibt es noch kleine Abstriche." Das Angebot richtet sich vor allem an kleine Betriebe oder Vereine, aber auch an Otto-Normalverbraucher mit regem Briefverkehr.

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