Freitag, 16. November 2018

Deutsche Post Selber machen

Briefeschreiber können sich in Zukunft den Weg zum Post-Schalter sparen.

Klaus Zumwinkel lässt die Kunden für sich arbeiten.
DPA
Klaus Zumwinkel lässt die Kunden für sich arbeiten.

Hannover - Auf der Cebit stellte die Deutsche Post am Freitag den neuen Service "Stampit" vor. Hierdurch wird das Kunststück möglich, sich seine Briefmarken direkt aus dem Internet zu holen und auszudrucken.

Der Kunde geht über das Internet zur Deutschen Post und schickt die Briefmarke dann direkt auf seinen Drucker zu Hause. Abgerechnet wird per Lastschrift. Um Fälschungen zu entdecken, haben die neuen Marken einen Barcode, der immer nur einmal vergeben wird. Die Internet-Marken kleben nicht, sondern werden direkt auf den Umschlag gedruckt oder auf einen Briefbogen, der dann durch ein Sichtfenster im Umschlag zu sehen ist.

Das Angebot hat allerdings noch ein paar Hürden: Die benötigte Software muss für rund 200 Mark gekauft werden. Die Post macht Wettbewerbsauflagen dafür verantwortlich. Außerdem muss der Heim-Kunde zunächst per Lastschrift ein Guthaben anlegen, von dem er dann die Marken abruft. Immerhin: Die Internet-Marken sind nicht teurer als die aus der Postfiliale. Das Angebot richtet sich an kleine Betriebe oder Privathaushalte, die viel Postaufkommen haben. Zum Briefkasten müssen die Sendungen aber dann doch noch zu Fuß getragen werden.

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